freiStil-Hügge.. und was heisst das nun denn jetzt??

Nun haben wir unsere Erlebnisse zu Hygge geschrieben, wie wir die Welt sehen.

Nun möchte ich erzählen wie wir von diesem Lebensgefühl Hygge zu unserem Produkt freiStil-Hügge gekommen sind.

Als wir unser Haus planten stellten sich uns folgende Fragen zum Schlafen:

  • Wie gross muss/darf ein Schlafzimmer sein?
  • Welche Anforderungen braucht dieser Raum?
  • Wer hat welches Schlafbedürfnis?
  • Was ist uns wichtig, was nicht?
  • Muss es zwangsläufig eine bestimmte Grösse haben?
  • Welche Licht/ Wärme/ Funktionsflächen braucht es?
  • Wo überhaupt soll der Raum in unserem 4-stöckigen Haus geplant sein?
  • Schlafen wir in einem gemeinsamen Raum, oder lieber getrennt?
  • Was braucht wer um sich zu entspannen und zur Ruhe kommen?
  • Welche Räume sollten im Anschluß gut zu erreichen sein?
  • Wohin mit Klamotten und Krempel?

……………………

 

Für manche Fragen gab es klare und schnelle Antworten.

Für anderes füllten wir zig persönliche Vorliebenseiten um hier entsprechend planen zu können.

 

Schnell stellte sich folgendes heraus:

 

Wir wollen getrennte Schlafräume haben. Da wir unterschiedliche Schlaf- und Ruhebedürfnisse haben, bekommen wir sie in einem gemeinsamen Raum nicht unter einen Hut.

Zumal mein Lieber Mann wie ein Holzfäller schnarcht und ich einen leichten Schlaf habe.

Ich schlafe gerne hell, Torsten eher dunkel. Ich mag Luft… der Göttergatte eher den bärigen Höhlengeruch.

Torsten hört gerne Hörbänder, ich lese nachts.

Ich liebe zig kuschelige Sachen, Kissen, Decken in die ich mich mit Begeisterung einwickle.

Torsten liebt die Betonwand, die er zur Beruhigung auch streichelt.

 

Die Größe des Raumes war uns persönlich nicht wichtig. Eigentlich sollte der Raum optisch ruhig sein. Uns Kraft geben und uns stärken für den Alltag.

Ein Rückzugsort, in dem jeder auch für sich sein kann.

Trotzdem gross genug, damit wir uns auch besuchen können.

Klamotten sollten nicht zwangsläufig im Raum sein, wenn es ginge am liebsten ohne Schrank.

Krempel … nein Dinge die die Seele berühren brauchen wir, möchten wir sehen.

Aber zuviel bitte auch nicht.

So entwarfen wir unsere Schlafkojen.

 

Jeder Raum sollte ein Bett mit Mass 1,20 x 2,0 m bekommen. Nachttische oder ähnliches.

Der Kleiderschrank ist im Bad, in der Koje nur ein Schmaler Schrank für Handtücher und Bettwäsche.

Etwas für die persönlichen Dinge die unser Herz erfreuen, Bilder für die Seele.

Beleuchtung zum Lesen.

Türen sollten aus einem leichten tranzluzentem Material sein, um den Raum nicht zusätzlich einzuengen.

Das WC und Bad sind direkt angeschlossen, es gibt so gut wie keine Verkehrswege.

Natürliche Belichtung durch entsprechende Fenster.

Eine Fußbodenheizung, da sich der Wärmebedarf im Alter verändern kann.

Hier bitte getrennte Kreise, so dass jeder nach seinem Bedürfnis regeln kann.

 

Nachdem wir glücklich unser Haus bezogen haben, stellten sich doch die ein oder andere Veränderung bei uns ein.

 

Der ursprünglich geplante Platz der Betten war nicht ideal.. so wurden die Betten umgestellt.

Zum Glück gab es diese Möglichkeit… jetzt würde ich ja sofort behaupten.. ich habe das gleich so flexibel geplant..

 

Schon in der alten Wohnung habe ich gerne sitzend im Bett gelesen.

Für die neuen Schlafkojen wollte ich unbedingt eine Rückwand, an die ich mich kuscheln kann.

Hierzu gab es die verschiedensten Überlegungen.

Kissen, eine Stange mit Kissen, ein Betthaupt, Beleuchtung über dem Bett, nur eine Wand oder Ecklösungen, Funktional mit entsprechenden Regalen oder gar Einschubkästen..

Hier entwickelten wir verschiedene Prototypen, die eher suboptimal für mich waren.

 

Für mich allerdings stellten sich schnell folgende Bedürfnisse ein.

Es brauchte einen Hörschutz für meinen Holzfäller, denn trotz Trennwand war die Resonanz gewaltig.

Das Material soll weich und kuschelig sein, es sollte unbedingt über Eck gehen.

Es soll hoch genug sein, dass ich mich komplett anlehnen kann.

Die Beleuchtung sollte so flexibel sein, dass ich auch in der Ecke oder an beiden Wänden sitzen kann.

Ich möchte das Gefühl von Geborgenheit und Wärme, möchte mich anlehnen können.

Das Material sollte schmutzabweisend sein.

 

 

Und so kam Hügge zu uns.

 

freiStil- Hügge ist eine akustische Rückwand, die wir extra für das Schlafzimmer entworfen haben.

Die Maße nehmen die gängigen Bettgrössen von 0,90 m bis 2,0 m auf.

 

freiStil- Hügge besteht aus stabilem und Mdf Material, einem hoch absorbierenden Akustikflies und einer Ummantelung aus Filz die weich aber trotzdem formstabil ist.

Die Längen beziehen sich auf die Bettbreite, die Höhe von freiStil-Hügge liegt bei 80 cm.

 

Persönliche Definitionen von Hygge

Claudia:

Mein Gefühl der Lebenszufriedenheit, der Geborgenheit, das Leben das wir Leben und geniessen.

Das Glück das wir empfinden durch die Menschen in unserem Umfeld, die Stärke die sie uns geben.

Hügge ist auch das Gefühl von Handgestrickten Socken und einer guten Tasse Tee.

Im Sommer, wenn es herrlich warm ist, im Garten zu sitzen den Vögeln zuzuhören, Musik die uns trägt und dazu ein schönes Glas Gin Tonic.

Oder zusammen kochen.. das Gefühl Zeit zu haben und die Vorfreude auf das schöne Essen. Die Farben der Lebensmittel, der Duft der beim Anbraten entsteht.

Oder einfach an der Bar sitzen, mit einem schönen Glas Weisswein und der tollste Mann der Welt kocht für mich. Werkelt in der Küche.. und ich schaue nur zu und geniesse.

Hygge ist für mich im Garten sein.. in der Sommerküche an der Steinwand etwas kochen. Torsten arbeitet irgendwo und immer wieder höre ich wie die Hacke im Boden arbeitet.

Die Essensdüfte verbreiten sich…ich weiss dass es meine eigene Ernte ist. Die Luft ist warm und Musik spielt im Hintergrund. Die Häschen hoppeln auch draußen herum, meine ganze Familie ist bei mir. Dazu unser Garten der mich ganz tief in meinem Herzen stärkt.

Hygge ist für mich auch ein sehr stolzes Gefühl.

Wenn wir eine Schulung geben und ich höre wie Torsten für die Akustik brennt. Wenn er erzählt was ihm daran gefällt, aufgeht in dem was er tut. Was gutes Hören für ihn heisst, oder auch nicht. Wenn er seine Folien erklärt, begeistert hin und her geht.. und die so komplizierte Formel erklärt. Immer wieder darauf deutet und sich dann etwas in der Begeisterung verliert..die nur ein Fachmann versteht. Wenn ich am sprechen bin, weiss ich er ist da.. ich brauche mir keine Sorgen zu machen.

Hygge ist für mich nicht materiell oder an ein Statussymbol gebunden.

Hygge ist die Seele freiwischen, Kraft tanken.. tief durchatmen und vor lauter Glück heulen können,

Einfach nur weil der Augenblick jetzt gerade so schön ist.

Hygge ist das warme Gefühl in mir wenn ich an meine Menschen denke.

An gute Begegnungen die immer dann passieren, wenn sie nötig sind.

Hygge ist das Wohlwollen, das mir andere entgegen bringen. An mich glauben und mir vertrauen.

Hygge ist für mich ein Geschenk für jemanden kaufen, und diesen Menschen tief in meinem Herzen zu tragen. Dabei ist der Preis der Sache für mich überhaupt nicht wichtig, sondern der Wert den ich ihm beimesse.

 

Torsten:

Als ich an einem Sonntag gemütlich am Musikhören war musste ich spontan an Hygge denken.

Das Thema war bei freiStil bereits aktuell und sollte der Auftakt zu unserer Blog-Serie werden in der wir uns mit den verschiedensten Themen auseinandersetzen.

Wie in Teil 1 der Serie zu lesen ist, gibt es verschiedene Bestandteile von Hygge, auf die ich mich hier beziehe und auch darstellen möchte was Hygge in diesem Moment für mich bedeutet hat.

Was ist denn nun am Musikhören Hygge?

Ich saß also auf unserer Galerie mit meinem Kofhörer, schaute mir den tags zuvor bei Vitra erstandenen Eames-Bildband an und lauschte Tori Amos „Boy´s for Pele“ (sensationelle Aufnahmequalität). Spontan dachte ich „Das ist Hygge“! Zumindest in diesem Augenblich für mich persönlich. Ich war Geborgen, fühlte mich wohl und lebte im Hier und Jetzt. Ich hatte zuvor gut gegessen, war Zufrieden und gelassen.

Zu den „offiziellen“ Hygge-Definitionen kamen noch meine persönlichen:

Ich konnte entspannen, hörte gute Qualitätvolle Musik, ich war inspiriert durch das tolle Buch, ich fühlte mich in meiner „Burg“ sicher.

Hygge

 „Es ist die Kunst, Intimität zu schaffen, ein Gefühl von enger Freundschaft, Heiterkeit und Zufriedenheit, alles kombiniert in einem Begriff.“

Quelle Wikipedia

 

Was ist nun Hygge genau?

Mittlererweile schwappt die positive Lebenswelle von Dänemark zu uns Deutschen.

In der Zeitung „Hygge“ bin ich auf vieles gestoßen, dass mir und meinem Lebensgefühl entspricht.

die Anleitung zum Hygge sein:

  1. Zusammen sein
  2. Gut essen
  3. Im Jetzt leben
  4. Geborgenheit
  5. Alle sind gleich
  6. Natur erleben
  7. Sich wohlfühlen
  8. Werte schätzen
  9. Gelassen bleiben
  10. Zufrieden sein

Hygge bedeutet für mich genau dieses

Was bedeutet Hygge für euch? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FB, es interessiert uns sehr.

Eure Claudia

Architektur und Raumakustik

lärm verursacht stress. im büro kann man sich oft schlecht konzentrieren, da der geräuschpegel permanent zu hoch ist. surrende kopierer und laute arbeitskollegen lenken sie ab.

im restaurant wird eine unterhaltung schwierig, weil sie alle gespräche von allen gästen ebenfalls mitbekommen. ein schöner tisch mit aussicht ist nur halb so schön wenn die akustik miserabel ist.

und wie fühlen sich betreuer/innen von kinderhorts – inmitten einer lauten kinderschar? die hohen frequenzen der kinderstimmen können ganz schön auf den kopf schlagen.

und zu hause? home sweet home? Aber das «home» ist nur dann «sweet», solange es nicht hallt und schallt. an eine entspannte Unterhaltung, das geniessen von schöner musik oder erholsamen schlaf ist nicht zu denken.

die frage ist nicht ob lärm krank macht, sondern in welchem ausmaß.
 kümmern sie sich um ihre gesundheit und ihr wohlbefinden. gute raumakustik legt den grundstein für erholung und regeneration des körpers. nur wenn der körper wieder zu kräften kommen kann, kann er leistung erbringen. 
unsere aufgabe besteht darin, die notwendige akustik mit der vorgegeben architektur zu verbinden und hier eine einheit zu schaffen.

 

akustik ist mehr als das einzelne. raumakustik ist die summe von allem.

ihre gesundheit liegt uns am herzen und im ohr.

 

ihr akustik und architektur-team

claudia und torsten könig